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IASFM

Gefördert vom Polnischen Ministerium für Lehre und Bildung (MNiSW)

Projektzeitraum: Juni 2009-Juni 2012 (36 Monate)

Projektkoordinator: Prof. Dr. Michał Buchowski (Kontakt: mbuch(at)amu.edu.pl)

 

Projektleiter:
Prof. Dr. Jacek Schmidt (Kontakt: jschmidt(at)amu.edu.pl)
Dr. Natalia Bloch (Kontakt: nbloch(at)amu.edu.pl)
Dr. Agnieszka Chwieduk (Kontakt: agach(at)amu.edu.pl)
Dr. Izabella Main (Kontakt: imain(at)amu.edu.pl)


Ziel des Projektes ist eine mikrosoziale Analyse des Phänomens der kulturellen Heterogenität in Großstädten. Es werden Migrant/innen in Polen untersucht, die regulären Kontakt mit ihrem Herkunftsland und den dortigen Verwandten pflegen. Diese Situation wird zu einer Quelle für soziale Diversität und soziale Mobilität sowie für transnationale Verbindungen, die das Profil von Großstädten beeinflussen. Ziel des Projektes ist die Identifizierung und die darauf aufbauende Untersuchung dieses Phänomens.

Die Frage der kulturellen Diversität wird dabei aus theoretischer und praktischer Perspektive und im Kontext der gegenwärtigen Sozialpolitik betrachtet. In der ersten Phase des Projektes - Topografie der Immigration in Posen - werden die Art und das Ausmaß dieses Phänomens identifiziert. Diese Phase beinhaltet die Identifizierung der speziellen Ansiedlungsorte, der Beschreibung der Lebensbedingungen sowie die Formen der inneren Hierarchisierung. Von besonderem analytischen Interesse im Hinblick auf den sozialen Kontext sind u.a. die Beziehungen zur Familie und zu den Nachbarn, interne Gruppenbildungsprozesse und Organisationsformen und die Beziehungen dieser Gruppen zur dominierenden Aufnahmegesellschaft. Im Hinlick auf den kulturellen Kontext liegt der Fokus auf der Sphäre der Ideen und Repräsentationen, Einstellungen zur eigenen Identität sowie Praktiken, die die Bindung zum Heimatland aufrecht erhalten.

Die Untersuchung basiert auf einem ethnografischen Ansatz. Sie möchte das Ausmaß darstellen, in welchem Gemeinschaften, welche im öffentlichen Diskurs nicht vorkommen, mit der dominierenden Gesellschaft des Gastlandes zusammenleben. Ziel ist die Indentifikation der Strategien und Praktiken der Anpassung von Migrantengruppen. Darüber hinaus soll gezeigt werden, wie diese Gruppen in ihren alltäglichen Aktivitäten Teil der sozialen und räumlichen Umgebung der Stadt werden. Die Präsenz von Migrant/innen führt zwangsläufig zu kulturellem Wandel, da Migrant/innen nicht nur die Modelle der Gastgesellschaft übernehmen, sondern sie auch anpassen und verändern. “Kultur” realisiert sich daher in der alltäglichen Interaktion. Sie gibt uns die Möglichkeit kulturelle Praktiken von Menschen zu beobachten, die einen sozialen Raum miteinander teilen. Diese Praktiken sind vielfältig, bestehen jedoch aus einer verständlichen Sozialstruktur. Bestimmte Gruppen teilen eine Vielzahl von Verhaltenspraktiken, wobei sie gleichzeitig, in unterschiedlicher Abstufung, ein Verständnis für ihre eigene Distanz und Autonomie beibehalten. Solch eine Diversität interkultureller Beziehungen und Verhaltensweisen unterliegen ständigem Wechsel. Wir hoffen, dass diese Untersuchung dazu beiträgt die Richtung und die Dynamik dieses Wechsels zu identifizieren und Epfehlungen für die Sozialpolitik auf lokaler und nationaler Ebene zu formulieren.